Sofern keine abweichende Vereinbarung getroffen wurde, übernehmen die SWM Magdeburg den Messstellenbetrieb und die Messung. Hierzu bieten wir Ihnen weitere Dienstleistungen zur Unterstützung an.

Messtechnik

Informationen zur planmäßig genutzten Messtechnik der SWM Magdeburg können den technischen Mindestanforderungen des Messstellenbetriebes entnommen werden.

Haushalts-Wasserzähler

Die meisten Haushaltswasserzähler im Netzgebiet der SWM Magdeburg basieren auf einer Durchflussmessung mittels eines Flügelrades. Das Flügelrad ist im Inneren des Zählers angebracht. Es wird durch das Durchfließen des Zählers mit Wasser in Drehung versetzt. Diese Drehbewegung ist an das Zählwerk gekoppelt. Dabei besitzt eine vollständige Drehung des Flügelrades ein gleichbleibendes, spezifisches Volumen.

Messwertimpulsweitergabe

Im Rahmen der Impulsweitergabe erhalten Sie Messwerte direkt aus Ihrem verbauten Wasserzähler. Dafür muss ein Messgerät mit Impulsschnittstelle verbaut werden. Über die Impulsschnittstelle des Gerätes können wir Ihnen den gemessenen Gesamtverbrauch via Impuls zur Verfügung stellen.

Sie haben Interesse? Hier finden Sie weiterführende Informationen zu den technischen Bedingungen der Messwertimpulsweitergabe und dem dazugehörigen Ablauf oder nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf.

Befundprüfung

Bei einer Befundprüfung handelt es sich um eine Überprüfung eines Zählers (Messgerät) auf Messrichtigkeit. Wenn Sie begründete Zweifel an der Messrichtigkeit Ihres Zählers haben, können Sie die Befundprüfung bei uns beantragen.

Diese Überprüfung erfolgt durch eine staatlich anerkannte Prüfstelle oder Eichbehörde. Hierbei wird festgestellt, ob der Zähler die gesetzlichen Verkehrsfehlergrenzen einhält und den sonstigen Anforderungen der Zulassung entspricht.

Bitte wägen Sie vor Beantragung einer Befundprüfung ab, ob der erhöhte Verbrauch auch andere Ursachen haben kann.

Mögliche Gründe für einen erhöhten Verbrauch sind zum Beispiel:

  • Neue Installationen
  • Änderung der Lebensgewohnheiten
  • Leckagen
  • Manipulationen

Ablauf

Wenn Sie sich zu der Beantragung einer Befundprüfung entschieden haben, teilen Sie uns dies bitte telefonisch oder schriftlich mit. Wir werden anschließend die Unterlagen für die Befundprüfung an Sie versenden.

Nach Eingang der Unterlagen vereinbaren wir mit Ihnen den Termin zum Zählerwechsel. Der ausgebaute Zähler wird anschließend an eine staatlich anerkannte Prüfstelle versandt.

Die Befundprüfung umfasst folgende Prüfpunkte:

Äußere Beschaffenheitsprüfung

Der äußere Zustand des Zählers wird auf Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften geprüft, insbesondere auf Veränderungen, Beschädigungen oder besonderen Verschleiß.

Messtechnische Prüfung

Es wird geprüft, ob die Messwerte des Zählers innerhalb der Verkehrsfehlergrenzen liegen.

Innere Beschaffenheitsprüfung (optional)

In diesem Fall wird der Zähler zerlegt. Darauf kann verzichtet werden, wenn der Antragsteller eine Prüfung ohne Öffnen des Zählers beantragt. Es soll damit gewährleistet werden, dass ggf. Untersuchungen durch weitere Gutachter vorgenommen werden können.

Die jeweiligen Kosten sind beim Messstellenbetreiber zu erfragen.

Prüfergebnis

Das Prüfprotokoll mit dem Ergebnis der Befundprüfung erhält sowohl der Antragsteller als auch der Messstellenbetreiber.

Befinden sich die Messergebnisse des Zählers außerhalb der gesetzlich festgelegten Verkehrsfehlergrenzen, so fallen die Kosten der Befundprüfung dem Messstellenbetreiber zur Last. Darüber hinaus führt der Messstellenbetreiber eine Ersatzwertbildung aus. Eine Mitteilung an den Lieferanten erfolgt nur, wenn die Messwerte des Zählers außerhalb der Verkehrsfehlergrenzen liegen.

Ergibt die Prüfung, dass die vom Zähler erfassten Messwerte innerhalb der Verkehrsfehlergrenzen liegen, müssen Sie die Kosten tragen.

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