Sobald die Tage kürzer werden, gewinnt die Beleuchtung rund ums Haus an Bedeutung. Ein angenehm ausgeleuchteter Weg erleichtert die Orientierung, Licht an Eingängen erhöht die Sicherheit und gezielte Lichtakzente verleihen Garten, Terrasse oder Fassade eine besondere Atmosphäre. Dabei hat sich in den vergangenen Jahren viel getan: Moderne LED-Technik, intelligente Steuerungen und nachhaltige Beleuchtungskonzepte eröffnen heute Möglichkeiten, die noch vor wenigen Jahren kaum denkbar waren.
„Die Außenbeleuchtung wird inzwischen deutlich bewusster geplant als früher“, erklärt Licht-Experte Carsten Hoffmann. „Viele Menschen möchten Energie sparen und gleichzeitig ihre Außenbereiche in Szene setzen. Moderne Beleuchtung kann beides leisten.“

LEDs sind aus dem Außenbereich nicht mehr wegzudenken
Als die ersten LED-Leuchten auf den Markt kamen, überzeugten sie vor allem durch ihren geringen Stromverbrauch. Heute können sie deutlich mehr. Moderne LEDs bieten eine hohe Lichtqualität, lange Lebensdauer und zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten für Haus und Garten.
Besonders beliebt sind Leuchten, deren Helligkeit oder Lichtfarbe individuell angepasst werden kann. So lässt sich die Beleuchtung je nach Anlass verändern: funktional für die Einfahrt, dezent für den Gartenweg oder stimmungsvoll für einen gemütlichen Abend auf der Terrasse.
Hinzu kommt ein weiterer Vorteil: LEDs benötigen deutlich weniger Energie als ältere Halogen- oder Glühlampentechnik. Wer vorhandene Außenleuchten modernisiert, kann den Stromverbrauch spürbar senken und gleichzeitig den Komfort erhöhen.
Smarte Beleuchtung denkt mit
Licht muss heute nicht mehr per Schalter ein- und ausgeschaltet werden. Viele Systeme reagieren auf Bewegungen, orientieren sich an Sonnenauf- und Sonnenuntergang oder lassen sich bequem per Smartphone steuern.
Wer beispielsweise erst nach Einbruch der Dunkelheit nach Hause kommt, profitiert von automatisch beleuchteten Wegen und Eingangsbereichen. Auch während des Urlaubs kann eine intelligente Steuerung sinnvoll sein: Durch festgelegte Beleuchtungszeiten entsteht der Eindruck, dass das Haus bewohnt ist.
Dabei gilt: Die beste Außenbeleuchtung ist oft diejenige, die nur dann aktiv ist, wenn sie tatsächlich benötigt wird. Automatische Steuerungen verbinden Komfort mit Energieeffizienz und tragen dazu bei, unnötigen Stromverbrauch zu vermeiden.
Licht soll andere nicht stören
Außenbeleuchtung soll Menschen helfen, darf aber die Umwelt möglichst wenig belasten. Deshalb gewinnt das Thema Lichtverschmutzung zunehmend an Bedeutung.
Helles Licht, das unkontrolliert in den Himmel oder auf benachbarte Grundstücke strahlt, beeinträchtigt nicht nur das Landschaftsbild. Es kann auch nachtaktive Tiere und insbesondere Insekten stören.
Heute empfehlen Fachleute daher, Licht gezielt einzusetzen. Warmweiße Leuchten mit einer Farbtemperatur von bis zu 3.000 Kelvin gelten als besonders angenehm. Zusätzlich helfen Bewegungsmelder oder Zeitschaltuhren dabei, die Beleuchtungsdauer auf das notwendige Maß zu begrenzen.


Solarleuchten werden immer interessanter
Nicht jede Leuchte benötigt einen Stromanschluss. Gerade entlang von Gartenwegen, in Beeten oder rund um Sitzplätze kommen zunehmend Solarleuchten zum Einsatz.
Moderne Modelle speichern tagsüber Sonnenenergie und geben sie in den Abendstunden wieder ab. Dank leistungsfähiger Akkus und effizienter LED-Technik sorgen viele Systeme inzwischen für eine zuverlässige Beleuchtung über mehrere Stunden hinweg.
Für Bereiche mit geringem Lichtbedarf bieten Solarleuchten eine unkomplizierte Möglichkeit, Außenbereiche aufzuwerten, ohne zusätzliche Kabel verlegen zu müssen.
Sicherheit im Außenbereich
Wo Strom und Feuchtigkeit aufeinandertreffen, sind besondere Schutzmaßnahmen erforderlich. Deshalb sollten Außenleuchten immer für den jeweiligen Einsatzort geeignet sein.
Unter einem Vordach gelten andere Anforderungen als auf einer frei bewitterten Terrasse oder bei einer Bodeneinbauleuchte. Die sogenannte IP-Schutzart gibt Auskunft darüber, wie gut eine Leuchte gegen Feuchtigkeit und Fremdkörper geschützt ist. Unter Vordächern reicht oft schon IP44. Im Freien sollte sie zwischen IP66 und IP68 liegen. Bei Bodeneinbauleuchten ist unbedingt auf eine funktionsfähige Dränage zu achten, damit es nicht zu stehendem Wasser kommt. Die Einbau- und Sicherheitsvorschriften der Hersteller sind zu befolgen und ein Fachmann sollte, insbesondere wenn Leuchten oberhalb der Schutzkleinspannung zum Einsatz kommen, die Installation vornehmen.
Wer neue Leuchten installiert, sollte außerdem die Vorgaben des Herstellers beachten und elektrische Arbeiten bei Bedarf von Fachkräften ausführen lassen.

