Nach einer ersten Welle im Frühjahr des Jahres melden sich derzeit wieder verunsicherte Kundinnen und Kunden bei SWM Magdeburg, die von dubiosen Geschäftspraktiken betroffen sind. Unter Vortäuschung falscher Tatsachen verschaffen sich Personen notwendige Informationen, um neue Verträge mit anderen Stromanbietern abzuschließen.
Aktuell geht ein Stromanbieter auf unsere Kundinnen und Kunden zu und behauptet, dass unser Stromprodukt SWM Spar auslaufen würde. Darum biete man ein anderes Produkt an. „Dessen Konditionen liegen objektiv preislich deutlich über dem SWM Spar Strom“, erklärt Dr. Annette Petrasch, Bereichsleiterin des SWM Kundenservices. Für das neue Angebot benötige man nur die Zählernummer. „Mit dieser kann der andere Anbieter die Kundenverträge bei SWM Magdeburg kündigen“, warnt Dr. Annette Petrasch.
Eine weitere Vorgehensweise sind Anrufe, bei denen sich der Anrufer als Kooperationspartner der SWM Magdeburg ausgibt, um den Vertrag zu optimieren. Das Gespräch wird aufgezeichnet. Im Verlauf werden unsere Kundinnen und Kunden dazu gebracht, das Wort „Ja“ auszusprechen. Mit der aufgezeichneten Zustimmung wird ein Vertragsabschluss bei einem anderen Anbieter generiert. Weiterhin nutzen die Betrüger vermeintlich von SWM Magdeburg bereit gestellte Schlüsselbänder oder tragen mit SWM Logo bedruckte Jacken, um sich als Mitarbeiter auszugeben. Auch gefälschte Mitarbeiterausweise kommen zum Einsatz. Dr. Annette Petrasch stellt klar: „Als SWM Magdeburg machen wir keine unangekündigten Hausbesuche, um Tarife zu optimieren. Dafür stehen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter telefonisch oder in unserem Kundencenter im Blauen Bock gern für Gespräche bereit.“
Wir möchten alle Kundinnen und Kunden warnen: Schützen Sie Ihre Daten! Lassen Sie keine Fremden in Ihre Wohnung. Geben Sie Ihre Energierechnung nicht an unbekannte Personen heraus. Sensible Daten wie Ihre Zählernummer, Vertragskontonummer oder Bankverbindung sollten Sie niemals ohne sorgfältige Prüfung weitergeben. Betrüger nutzen diese Informationen häufig, um unerlaubt Verträge abzuschließen oder persönliche Daten zu missbrauchen.
Was können Betroffene tun? Wir raten zu einer Anzeige bei der Polizei. Damit helfen sie am schnellsten, solche Praktiken zu unterbinden und andere zu schützen. Sollten Kundinnen und Kunden dennoch eine Vertragsbestätigung von einem anderen Lieferanten erhalten, ohne dass sie von diesem beliefert werden wollen, gilt grundsätzlich das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen.


