Sofern keine abweichende Vereinbarung getroffen wurde, übernehmen die SWM Magdeburg den Messstellenbetrieb und die Messung. Hierzu bieten wir Ihnen weitere Dienstleistungen zur Unterstützung an.

Messtechnik

Informationen zur planmäßig genutzten Messtechnik im Netzgebiet der SWM Magdeburg können den technischen Mindestanforderungen des Messstellenbetriebes entnommen werden.

 

Haushalts-Gaszähler

Balgengaszähler sind im Netzgebiet der SWM Magdeburg für den Haushaltsbereich die am häufigsten eingesetzten Gaszähler. Balgengaszähler bestehen aus zwei Kammern. Diese Kammern sind mittels einer Membran räumlich voneinander getrennt. Wenn Gas in die erste Kammer strömt, wird die Membran verdrängt. Diese Bewegung wird auf ein Getriebe mit Kurbelwelle übertragen. Dabei ist das Getriebe mit dem Zählwerk gekoppelt. Jede Umdrehung wird mit dem Volumen der Kammer multipliziert und ergibt den ablesbaren Zählerstand. Die Bewegung der Kurbelwelle lässt gleichzeitig das Gas aus der ersten Kammer in die zweite Kammer fließen. Von dort gelangt das Gas zur möglichen Nutzung in den Haushalt.

 

 

Entgelte

Informationen zu den Entgelten von Messung und Messstellenbetrieb finden Sie in unseren Preisblättern. Sie finden diese über die Suchfunktion oder unter https://www.sw-magdeburg.de/gasnetz/netzentgelte.

Messwertimpulsweitergabe

Im Rahmen der Impulsweitergabe erhalten Sie Messwerte direkt aus Ihrem verbauten Gas- oder Wasserzähler. Dafür muss ein Messgerät mit Impulsschnittstelle verbaut werden. Über die Impulsschnittstelle des Gerätes können wir Ihnen den gemessenen Gesamtverbrauch via Impuls zur Verfügung stellen.

 

Ist Ihr Interesse geweckt? Dann finden Sie als Download weiterführende Informationen zu den technischen Bedingungen der Messwertimpulsweitergabe und dem dazugehörigen Ablauf.

 

Befundprüfung

Bei einer Befundprüfung handelt es sich um eine Überprüfung eines Zählers (Messgerät) auf Messrichtigkeit. Wenn Sie begründete Zweifel an der Messrichtigkeit Ihres Zählers haben, können Sie die Befundprüfung bei uns beantragen.

Diese Überprüfung erfolgt durch eine staatlich anerkannte Prüfstelle oder Eichbehörde. Hierbei wird festgestellt, ob der Zähler die gesetzlichen Verkehrsfehlergrenzen einhält und den sonstigen Anforderungen der Zulassung entspricht.

Bitte wägen Sie vor Beantragung einer Befundprüfung ab, ob der erhöhte Verbrauch auch andere Ursachen haben kann.

Mögliche Gründe für einen erhöhten Verbrauch sind zum Beispiel:

- Neue Installationen

- Änderung der Lebensgewohnheiten

- Leckagen

- Manipulationen

 

Ablauf

Wenn Sie sich zu der Beantragung einer Befundprüfung entschieden haben, teilen Sie uns dies bitte telefonisch oder schriftlich mit. Wir werden anschließend die Unterlagen für die Befundprüfung an Sie versenden.

Nach Eingang der Unterlagen vereinbaren wir mit Ihnen den Termin zum Zählerwechsel. Der ausgebaute Zähler wird anschließend an eine staatlich anerkannte Prüfstelle versandt.

Die Befundprüfung umfasst folgende Prüfpunkte:

 

Äußere Beschaffenheitsprüfung

Der äußere Zustand des Zählers wird auf Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften geprüft, insbesondere auf Veränderungen, Beschädigungen oder besonderen Verschleiß.

 

Messtechnische Prüfung

Es wird geprüft, ob die Messwerte des Zählers innerhalb der Verkehrsfehlergrenzen liegen.

 

Innere Beschaffenheitsprüfung (optional)

In diesem Fall wird der Zähler zerlegt. Darauf kann verzichtet werden, wenn der Antragsteller eine Prüfung ohne Öffnen des Zählers beantragt. Es soll damit gewährleistet werden, dass ggf. Untersuchungen durch weitere Gutachter vorgenommen werden können.

Die jeweiligen Kosten sind beim Messstellenbetreiber zu erfragen

 

Prüfergebnis

Das Prüfprotokoll mit dem Ergebnis der Befundprüfung erhält sowohl der Antragsteller als auch der Messstellenbetreiber.

Befinden sich die Messergebnisse des Zählers außerhalb der gesetzlich festgelegten Verkehrsfehlergrenzen, so fallen die Kosten der Befundprüfung dem Messstellenbetreiber zur Last. Darüber hinaus führt der Messstellenbetreiber eine Ersatzwertbildung aus. Eine Mitteilung an den Lieferanten erfolgt nur, wenn die Messwerte des Zählers außerhalb der Verkehrsfehlergrenzen liegen.

 

Ergibt die Prüfung, dass die vom Zähler erfassten Messwerte innerhalb der Verkehrsfehlergrenzen liegen, müssen Sie die Kosten tragen.

 

Kontakt

Haben Sie weitere Fragen? Wir sind gern für Sie da.

Telefon: 0391/587-2555

E-Mail: messstellenbetrieb(at)sw-magdeburg(dot)de