Die Städtischen Werke Magdeburg GmbH und Co. KG (SWM) investieren mit zwei Partnern in die Energiewende vor Ort. Gemeinsam mit der Bürgerenergiegenossenschaft Helionat eG und der Alterric Deutschland GmbH bauen die SWM in Magdeburg-Diesdorf zwischen der Autobahn A14 und der Deponie Hängelsberge einen neuen Windpark.
Die Partner bauen gemeinsam drei Windenergieanlagen Typ Enercon E-160 mit einer Leistung von je 5,56 Megawatt. Die geplante Inbetriebnahme der Anlagen ist für 2028 vorgesehen. Jeder Partner bringt sich zu je einem Drittel in der Windpark Magdeburg-Diesdorf GmbH & Co. KG ein.
„Mit diesem Windpark übernehmen wir als SWM ganz konkret Verantwortung für die Energiewende vor Ort: Wir investieren in regionale Wertschöpfung, stärken die Versorgungssicherheit und machen erneuerbare Energie für die Magdeburgerinnen und Magdeburger direkt erlebbar“, erklärt Thomas Pietsch, Sprecher der Geschäftsführung der SWM. „Der Windpark bringt ganz konkrete Vorteile für die Menschen in unserer Region: Er erzeugt sauberen Strom vor Ort und macht uns unabhängiger von schwankenden Energiepreisen. Als SWM ist es unser Anspruch, die Energiewende nicht abstrakt, sondern sichtbar und spürbar vor Ort umzusetzen.“
Neben dem eigenen finanziellen Engagement am Projekt unterstützen die SWM den Gedanken der Bürgerenergiegenossenschaft Helionat: Anwohnerinnen und Anwohner der an den Windpark angrenzenden Gemeinden Magdeburg, Wanzleben-Börde und Höhe Börde haben Vorrang und können sich als erste finanziell an dem Bürgerwindprojekt beteiligen, indem sie Genossenschaftsanteile zeichnen. Sofern notwendig, kann zu einem späteren Zeitpunkt der Kreis der Berechtigten erweitert werden.
„Energiewende kann nur gemeinsam funktionieren“, erklärt Jörg Dahlke, Vorstandsvorsitzender der Helionat eG. „Wenn Bürgerinnen und Bürger direkt am Eigentum von Erneuerbaren-Energie-Anlagen beteiligt sind, entsteht Akzeptanz, Identifikation und ein Vielfaches an regionaler Wertschöpfung. Windenergie in Bürgerhand ist aber auch das positive Gefühl der Selbstwirksamkeit und des Miteinanders.“ Insgesamt werden 2.340 Anteile à 500 Euro ausgegeben, was einem Eigenkapital von 1,17 Millionen Euro entspricht. „Es zeigt sich schon jetzt, dass dieses Leuchtturmprojekt für die Bürgerenergie in Sachsen-Anhalt eine sehr positive Resonanz der Bevölkerung erfährt“, so Jörg Dahlke. Bürgerinnen und Bürger, die schon immer ihr eigenes Windrad gemeinschaftlich mitbesitzen wollten oder einfach Lust an praktischer Energiewende haben, können ab sofort Anteile unter https://www.helionat.de/buergerwind-magdeburg-boerde/ zeichnen.
„Dieser Windpark ist ein gutes Beispiel dafür, wie die Energiewende regional wirksam werden kann", sagt Christian Karst, COO von Alterric. „Wenn ein Stadtwerk, eine Bürgerenergiegenossenschaft und ein erfahrener Energieparkbetreiber gemeinsam investieren, entsteht die Grundlage für etwas Dauerhaftes: verlässliche Erzeugungskapazitäten in der Region, lokale Wertschöpfung und ein Beitrag zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts.“
Auch die Landeshauptstadt Magdeburg wird direkt vom neuen Windpark finanziell profitieren. Über das Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien (EEG) und das Akzeptanz- und Beteiligungsgesetz des Landes Sachsen-Anhalt fließen in den Stadthaushalt jährlich rd. 70.000 EUR abhängig vom Windertrag.