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Erklärung staatlich veranlasster Preisbestandteile

EEG-Umlage

Die EEG-Umlage beruht auf den Vorschriften des Erneuerbare Energien-Gesetzes. Es fördert die Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien. Hauseigentümer, die zum Beispiel eine Solaranlage auf Ihrem Dach betreiben, speisen den dort entstandenen überschüssigen Strom ins Netz ein. Dafür erhalten sie vom Gesetzgeber die Einspeisevergütung - als Belohnung für die klimafreundliche Stromproduktion. Die Kosten dafür werden bundesweit an alle Endverbraucher weitergegeben.

Offshore-Umlage

Diese Umlage ist eine Art "Versicherung". Wenn beispielsweise ein Offshore-Windpark verspätet an das Übertragungsnetz an Land angeschlossen wird, erhält der Betreiber des Parks "Schadensersatzkosten", also eine Entschädigung. Sie finanziert somit die Haftungsrisiken der Betreiber der Stromnetze gegen Ansprüche der Betreiber von Offshore-Anlagen. Diese Kosten werden deutschlandweit vom Endverbraucher getragen.

§ 19 StromNEV-Umlage

"Strom-NEV" bedeutet Stromnetzentgeltverordnung. Betriebe, die viel Strom benötigen und verbrauchen, werden durch diese Umlage von den Netzentgelten befreit, u. a. um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Diese Kosten betragen im Schnitt weniger als 1 % des Strompreises und werden bundesweit von allen Endverbrauchern getragen.

KWK-Umlage

Jedes Kraftwerk erzeugt neben Strom auch jede Menge Wärme. Damit diese nicht ungenutzt entweicht, sondern weiter genutzt werden kann, z. B. zum Beheizen von Wohngebieten, werden Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen benötigt. Mit dem KWK-Aufschlag wird die gleichzeitige und Ressourcen schonende Erzeugung von Strom und Wärme finanziert. KWK rechnet sich also - im Hinblick auf Wirtschaftlichkeit und Umweltfreundlichkeit.

Konzessionsabgabe

Diese Zahlungen erhalten Kommunen dafür, dass Straßen und Wege für die Verlegung und den Betrieb von Stromleitungen benutzt werden können, die der Versorgung der Endverbraucher im Gemeindegebiet dienen. Die Höhe ist je nach Größe der Gemeinde unterschiedlich.

Umlage abschaltbare Lasten

Die Umlage dient der Sicherung der Netzstabilität. Es werden Verträge mit Unternehmen geschlossen, die über große Anlagen verfügen, welche an das Hoch- und Höchstspannungsnetz angeschlossen sind und kontinuierlich große Strommengen abnehmen. Steht beispielsweise wenig Strom aus Erneuerbaren Energien zur Verfügung, wird mit dem Unternehmen kurzfristig eine Abschaltung vereinbart, um die Stromversorgung im Netzgebiet zu sichern. Für die Abschaltung erhalten die Unternehmen diese Umlage. Der Endverbraucher kommt somit für die garantierte Stromlieferung auf.

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