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07.04.2016

Heißwasser-Wärmespeicher sorgt für Optimierung der Fernwärmeversorgung in Magdeburg

Magdeburg: Die SWM Magdeburg errichten einen Heißwasser-Wärmespeicher mit neun Wärmespeichern  auf dem Kraftwerksgelände in Rothensee, in unmittelbarer Nachbarschaft der Müllheizkraftwerke Rothensee GmbH (MHKW Rothensee GmbH).

Am heutigen Tag fand dazu symbolisch der erste Spatenstich statt. Dieser wurde von Johannes Kempmann, technischer Geschäftsführer der SWM Magdeburg, Rolf Oesterhoff, kaufmännischer Geschäftsführer der MHKW Rothensee GmbH, und Jan Kauert, Bauoberleiter Projektrealisierung der SWM Magdeburg vorgenommen. Bereits im November 2016 soll der Speicher in Betrieb genommen werden. Der neue Heißwasser-Wärmespeicher erlaubt künftig eine Optimierung des Betriebes der Fernwärmeversorgung. So kann überschüssige Wärme in den Nachtstunden in der geplanten Anlage gespeichert werden. Die Anlage wird komplettiert durch ein zusätzliches Pumpengebäude und verfügt über 3.500 Kubikmeter Speichervolumen. Mit einer Kapazität von 240 Megawattstunden können 10.000 Magdeburger Haushalte über acht Stunden lang mit Wärme versorgt werden. Durch die zeitliche Entkopplung der Lastspitzen Strom und Wärme wird der Betrieb des Müllheizkraftwerkes Rothensee noch effizienter, das heißt, die Stromproduktion kann in Spitzenzeiten deutliche erhöht werden. Deshalb wird auch die MHKW Rothensee GmbH in enger Abstimmung mit SWM Magdeburg im Rahmen der Betriebsführung die Steuerung der Ladung und Entladung der Anlage managen. Mit der Baufeldfreimachung wurde im Februar 2016 begonnen. Das Investitionsvolumen beträgt ca. fünf Millionen EUR.

Johannes Kempmann: „Für SWM Magdeburg ist dies ein wichtiger Schritt zur Erhöhung der Versorgungssicherheit und zur Erschließung neuer Fernwärmekunden bzw. –gebiete, wie zum Beispiel für die geplante Fernwärmeversorgung der Stadtteile Stadtfeld-Ost und Beimssiedlung. Dies wird dann weitestgehend ohne zusätzlichen Einsatz der Reserveheizwerke, also den Verbrauch fossiler Brennstoffe, möglich sein. Somit wird eine Verbesserung der CO2-Bilanz in Magdeburg erreicht.“

Kennzahlen zum Wärmespeicher:

  • Durchmesser der Speicherbehälter 4,30 m
  • 9 Stück, je 30 m hohe isolierte Heißwasserbehälter
  • Je 390 Kubikmeter
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