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Frag unsere Studenten



Wir haben unsere Studenten Sarah (22, 3. Studienjahr) und Julius (20, 2. Studienjahr) zu ihrem dualen Studium bei SWM befragt und interessante Antworten erhalten. Aber sieh selbst und erhalte einen Einblick in den Alltag unserer dualen Studenten. 
 
Hast Du auch eine oder mehrere Fragen, die Du gern unseren Studenten stellen möchtest? Dann sende diese an unsere E-Mail-Adresse karriere(at)sw-magdeburg.de und unsere Studenten werden Dir schnellstmöglich antworten. Wir freuen uns auf Deine Fragen!

Warum studiert ihr Betriebswirtschaftslehre?

Julius: Ich hatte schon immer ein allgemeines Interesse an wirtschaftlichen Vorgängen und habe mir früh die Frage gestellt, wie z. B. ein Unternehmen so funktioniert und welche Abläufe dafür notwendig sind. Um das zu erfahren, war das duale Studium die bessere Alternative zu einem Direktstudium.
    
Sarah: Ich habe mein Abitur im Schwerpunkt Wirtschaft und Verwaltung gemacht und damals war Rechnungswesen mein Lieblingsfach. Das Buchen und die Zahlen haben mich einfach fasziniert. Daher stand für mich schnell fest, dass ich in die Wirtschaft gehen möchte. 

Was sind die Vorteile eines Dualen Studiums gegenüber einem Direktstudium?

Julius: Das ist aus meiner Sicht ganz klar, dass ich das theoretische Wissen, das ich in den Theoriephasen vermittelt bekomme, unmittelbar in den Praxisphasen anwenden und festigen kann. Dabei erhalte ich von den Mitarbeitern zusätzlich Einblicke in die praktischen Abläufe und kann für mich prüfen, ob die Theorie im Unternehmen wirklich so umgesetzt wird.
  
Sarah: Der Vorteil ist, dass wir im Gegensatz zu den Direktstudenten keine reinen Theoretiker sind. Wir kennen den Unterschied zwischen Theorie und Praxis und wissen genau, wie wir unser Wissen in der Praxis einsetzen können. Durch den Wechsel von Theorie- und Praxisphasen ist das Studium außerdem sehr abwechslungsreich. Ein weiterer Vorteil ist natürlich die monatliche Vergütung, durch die wir auf eigenen Beinen stehen können und nicht auf unsere Eltern oder BAföG angewiesen sind.
  
Julius (ergänzt): Das Studium ist hinsichtlich seiner Inhalte auch sehr breit gefächert, so dass wir immer wieder neue Aspekte kennenlernen. Dadurch, dass wir in jeder Praxisphase andere Einsatzbereiche durchlaufen, können wir auch viele Kontakte im Unternehmen knüpfen. Das ist sehr wertvoll, gerade wenn man wie ich das Ziel hat, auch nach dem Studium im Unternehmen zu arbeiten.

Was gefällt Euch weniger?

Julius: Ein Nachteil ist, dass die Einsatzzeiten in den Fachbereichen während der Praxisphasen doch recht kurz bemessen sind. In manchen Bereichen sind wir nur für eine Dauer von vier Wochen eingesetzt und das ist in Anbetracht des Inputs, den wir dort erhalten, eine viel zu kurze Zeit. Ich gebe mir als Student viel Mühe, trotzdem so viel wie möglich mitzunehmen und auch tiefere Einblicke zu erhalten, aber aufgrund der Kürze der Zeit ist das nicht immer möglich. Außerdem muss man sich persönlich darauf einstellen, dass man wegen des Studiums weniger Freizeit zur freien Verfügung hat. Während die Direktstudenten Semesterferien haben, müssen wir in den Praxisphasen ranklotzen und auch nach der Arbeit an unseren Belegarbeiten schreiben.
  
Sarah (ergänzt): Sicherlich haben wir auch mal vorlesungsfreie Zeiten, aber die müssen wir häufig nutzen, um unsere Beleg- und Hausarbeiten zu schreiben sowie Vorträge oder Seminare vorzubereiten. Gerade in der Prüfungszeit stehen wir dann unter extremen Leistungs- und Zeitdruck, vor allem weil wir wissen, dass wir das nicht nur für uns machen, sondern im Hintergrund ein Unternehmen steht. 
Während der Praxisphasen wird von uns dualen Studenten in einigen Fachbereichen ziemlich viel verlangt oder von Vornherein vorausgesetzt. Da muss ich häufig sagen, dass ich nicht alles wissen kann und ich mich erstmal wieder einarbeiten muss.

Was sollte man mitbringen?

Julius: Man sollte auf jeden Fall teamfähig sein, weil wir in unserem Studium regelmäßig die Einsatzbereiche wechseln. Dann heißt es jedes Mal wieder, sich an die dortigen Gegebenheiten anzupassen und sich auf die neuen Kollegen einzustellen. Man sollte daher bereit sein, sich auf neue Leute einzulassen. Außerdem ist Kritikfähigkeit wichtig, um in der Lage zu sein, an den eigenen Fehlern, die man sicherlich in den Praxisphasen macht, auch zu arbeiten.
  
Sarah:
Man sollte sehr offen sein, nicht nur gegenüber anderen Menschen, sondern auch gegenüber verschiedenen Situationen. Im Rahmen unseres Studiums werden wir regelmäßig vor neue Herausforderungen gestellt. Um die vielen Projekte zu organisieren, die manchmal neben dem Studium oder der Arbeit laufen, benötigen wir viel Ehrgeiz, Eigeninitiative und Selbstdisziplin. Viele Dinge muss man sich außerdem im Selbststudium eigenverantwortlich erarbeiten oder in Tutorien, die unsere älteren Semester für uns geben, festigen.

In welchen Schulfächern sollte man gut sein?

Julius: Fächer, wie Wirtschaft, Recht, Sozialkunde und Mathe, sind aus meiner Sicht wichtige Voraussetzungen. In den ersten beiden Semestern stehen z. B. statistische und mathematische Grundlagen auf dem Stundenplan, da kommt man um Mathe nicht herum.

Sarah: Wir haben außerdem in jedem Semester eine Vorlesung auf Englisch. Daher sollte man an der englischen Sprache schon ein bisschen interessiert und entsprechend bewandert sein. Aber mit dem normalen Schulenglisch kommt man da meiner Erfahrung nach gut zurecht.

Wem würdet Ihr eher von eurem Studium abraten?

Julius: Jedem, der nicht genügend Ehrgeiz oder den Willen mitbringt, sich selbst hinter das Studium zu klemmen. Selbst wenn man mal keine Lust hat, muss man sich trotzdem dazu motivieren, sich trotz eines langen Tages noch auf den nächsten vorzubereiten. Und jedem, der nicht die Offenheit mitbringt, die nötig ist, um sich ständig auf neue Einsatzbereiche und neue Aufgaben einzustellen.
  
Sarah:
Ich rate allen davon ab, die nicht bereit sind, an ihre Leistungsgrenzen zu stoßen. Denn darauf und auf Flexibilität kommt es in unserem Studium immer wieder an. Es ist außerdem Jedem abzuraten, der nach der Arbeit oder nach dem Studium nach Hause kommen und abschalten will, denn das ist bei uns einfach nicht gegeben. Klar kann man auch noch ein Hobby neben dem Studium haben, aber gerade wenn es auf die Prüfungszeit zugeht, ist man rund um die Uhr mit Nacharbeiten und Lernen beschäftigt.

Wie viele Kommilitonen seid Ihr in Eurem Jahrgang?

Julius: Wir sind derzeit zwischen 15 und 20 Studenten, wild zusammengewürfelt aus Unternehmen verschiedener Branchen. Ab und zu hört auch mal ein Kommilitone auf oder es kommt jemand Neues hinzu.
 
Sarah:
Wir haben damals mit 22 bis 24 Leuten angefangen, sind mittlerweile aber nur noch 16 Studierende. Wir sind also eine relativ kleine Gruppe, was mir persönlich aber mehr Spaß macht, weil die Dozenten dann besser auf jeden Einzelnen eingehen können. Es fühlt sich daher eher an wie ein Klassenverbund.

Was macht Euch an Eurem Studium am meisten Spaß?

Sarah: Die Abwechslung zwischen Theorie und Praxis.

Julius:
Das macht das Ganze nicht so monoton. Und wir können uns dadurch selbst entwickeln.

Sarah (ergänzt):
Und natürlich die Herausforderung, dass wir immer wieder an unsere Grenzen stoßen und daraus lernen. Und die ganzen Kommunikations- und Moderationstrainings, die wir während des Studiums an der Hochschule haben. In denen lernt man nicht nur für das Studium, sondern für das Leben.

Wie lange dauert das Studium?

Sarah: Das Studium dauert insgesamt 3,5 Jahre. Alle drei Monate wechseln sich die Theorie- und Praxisphasen ab, so dass man über das Jahr gesehen, jeweils die Hälfte der Zeit im Unternehmen und an der Hochschule verbringt. Jedes Semester steht unter einem bestimmten Schwerpunktthema, wie Unternehmenspolitik im ersten Semester. Dann folgen z. B. Finanz- und Rechnungswesen, Personalwesen, Marketing und Logistik. In den letzten beiden Semestern können wir an der Hochschule in Form eines Wahlpflichtkurses als Vertiefung zwischen Arbeitsrecht und Umweltmanagement wählen.

Welche und wie viele Vorlesungen habt ihr?

Julius: Im ersten Semester gibt es einen relativ sanften Einstieg mit allgemeinen Themen, wie z. B. BWL und VWL oder die Einführung in Rechtsthemen des BGB und HGB. Das zweite Semester baut dann auf die Grundlagen des ersten Semesters auf. Hier haben wir Fächer wie Rechnungswesen, Finanzwirtschaft und Theorie des Marktes. Wenn wir Glück haben, ist unser Stundenplan so gestaltet, dass wir zwischendurch auch mal einen Tag zum Durchatmen und fürs Selbststudium haben.
 
Sarah:
Schlimmstenfalls geht der Tag an der Hochschule von 08.30 Uhr bis 17.30 Uhr und dass, wenn man Pech hat, ein bis zwei Mal die Woche. Ein durchschnittlicher Tag geht meines Erachtens aber von 08.30 Uhr bis 14.00 Uhr oder 15.00 Uhr. In der Regel haben wir an einem Tag bei einem Dozenten alle Vorlesungen zu einem Fach.
In jedem Semester gibt es außerdem Seminare bzw. Trainings zu Themen wie Moderation, Kommunikation oder Präsentieren, in denen wir lernen, wie man Vorträge hält und diese aufbaut. Das ist für mich immer eine spannende Sache.

Wie ist das Verhältnis zu den Professoren?

Sarah: Das ist sehr unterschiedlich. Mit manchen Professoren tauschen wir uns auf der Heimfahrt im Zug aus, andere Professoren sind da weniger zugänglich und wünschen keinen gesonderten Kontakt zu uns.

Julius:
Viele Professoren stellen uns ihre E-Mail-Adressen oder Telefonnummern zur Verfügung und sind auf diesem Weg für uns ansprechbar.

Wie viele Prüfungen gibt´s - und wie bereitet Ihr Euch vor?

Julius: Grundsätzlich sind alle Prüfungen in einer Prüfungswoche, so dass wir jeden Tag mindestens eine Prüfung haben. Wir müssen daher darauf achten, dass wir frühzeitig mit der Vorbereitung anfangen, z. B. nach den Vorlesungen im Zug in den Hefter schauen und rechtzeitig die Themen nacharbeiten. Man muss selbstständig das Lernen angehen. Es ist kein Lehrer mehr da, der uns das Lernen vorschreibt, daher müssen wir uns selbst organisieren. Wenn man damit nicht rechtzeitig anfängt, kann man schnell den Faden verlieren und das bricht einem dann spätestens in der Prüfungsphase das Genick. 

Sarah (bestätigt): Wir haben ca. 5 Prüfungen pro Semester, alle in einer Prüfungswoche. Meistens jeden Tag eine Prüfung, wenn man Pech hat, auch mal zwei an einem Tag. Das ist dann Stress pur, vor allem weil es mir schwer fällt, Fächer parallel zu lernen. Ab und zu konnten wir bei den Dozenten erreichen, dass Prüfungen vor die Prüfungswoche gelegt wurden, weil die Vorlesungen schon frühzeitig beendet waren. Das entspannt die Prüfungswoche ein bisschen.

Wie laufen die Praxisphasen bei den SWM ab?

Sarah: Nach jeder Theoriephase freue ich mich wieder sehr auf die Praxis, da man dann endlich wieder selbst aktiv werden kann und etwas in die Hände bekommt. In jeder Praxisphase durchlaufen wir andere kaufmännische Fachbereiche bei den SWM, passend zu dem Schwerpunktthema der jeweiligen Theoriephase. Meistens sind es zwei Fachbereiche, die wir pro Praxisphase kennenlernen. Pro Bereich haben wir dafür 1,5 Monate Zeit, was ich als sehr kurz empfinde. So können wir uns immer nur einen kleinen Einblick verschaffen, der aber für meine Entscheidung wichtig ist, in welchem Bereich ich mir einen späteren Einsatz als Mitarbeiterin vorstellen kann. Grundsätzlich reicht die Zeit aber, um die Fachbereiche zumindest zu beschnuppern, die Unternehmensstruktur und die Kollegen in den Bereichen kennen zu lernen und ich weiß dadurch, wen wir bei Problemen ansprechen können.

Julius:
Die Praxisphasen schließen nahtlos an die Theoriephasen an. Das ist bei den SWM immer sehr gut organisiert. Im Gegensatz zu manchen Kommilitonen hatte ich z. B. einen Betreuer für meine erste Praxisarbeit. Ohne wäre ich völlig hilflos gewesen. Eine gute Organisation von Seiten des Unternehmens ist daher eine wichtige Voraussetzung, um das Studium gut abschließen zu können.

Welche Fachkenntnisse bekommt Ihr während der Praxisphasen vermittelt?

Sarah: Zum Bespiel grundlegende PC-Kenntnisse, wie der Umgang mit Word, Excel und Power Point sowie die Arbeit mit dem SAP-System. Alle anderen Fachkenntnisse sind bereichsspezifisch, z. B. Buchungen durchführen oder Bestellungen aufgeben. Im Messstellenbetrieb bekommt man u. a. Einblicke in das Zählermanagement und im Controlling in die Planung. Ich erstelle daher für jeden Fachbereich einen Hefter, in dem ich alle Informationen handschriftlich festhalte, um bei einem erneuten Einsatz darauf zurückgreifen zu können. Das ist auch notwendig, da bei der Fülle an Informationen, die wir in jedem Fachbereich bekommen, längst nicht alles hängen bleiben kann.

Welche Aufgaben übernehmt Ihr in den Praxis-Fachbereichen?

Julius: Die Verantwortung, die wir in den Fachbereichen übertragen bekommen, und der Anspruch der Aufgaben steigen im Laufe des Studiums entsprechend unserer Erfahrung. Während meines Praktikums vor der ersten Theoriephase im Bereich Assistenz der Geschäftsführung/Öffentlichkeitsarbeit habe ich eher einfachere Aufgaben, wie die Erstellung des Pressespiegels, übertragen bekommen. Ich finde es gut, dass man somit nicht gleich zu viel zugemutet bekommt. Dafür bin ich in diesem Bereich öfters mit der Geschäftsführung und einigen Bereichsleitern in Kontakt gekommen, die dort regelmäßig zu tun haben.

Sarah: Das ist von Bereich zu Bereich unterschiedlich. In manchen Fachbereichen sind die Aufgaben nicht immer so anspruchsvoll, da kann es schon einmal vorkommen, dass man den ganzen Tag damit beschäftigt ist, Briefe einzutüten. In anderen Bereichen fühlt man sich als vollwertiger Mitarbeiter, kann selbstständig arbeiten und hat seine eigenen Aufgaben, die es abzuarbeiten gilt. Das gefällt mir natürlich besser. Wenn man von dem Fachbereich später noch einmal für die Krankheits- oder Urlaubsvertretung eines Mitarbeiters angefragt wird, ist das natürlich eine sehr schöne Bestätigung der eigenen Leistung. Das macht mich richtig stolz. Am meisten Spaß hatte ich bisher in den Bereichen, in denen ich nicht den ganzen Tag im Büro sitzen musste, sondern die Möglichkeit hatte, auch mal „raus“ zu kommen. Zum Beispiel haben wir im Sachgebiet Messstellenbetrieb technische Anlagen besichtigt oder im Marketing darf ich demnächst bei Hausbesuchen hospitieren.

Wie lang ist Euer Arbeitstag?

Sarah: Was ich an SWM sehr schätze, ist die flexible Arbeitszeit. Wenn ich mal einen Termin während der Arbeitszeit habe, reicht es, wenn ich Bescheid sage, und dann kann ich diesen wahrnehmen. Ansonsten geht der übliche Arbeitstag z. B. von 7.00 Uhr bis 16.00 Uhr oder von 8.00 Uhr bis 17.00 Uhr. Das können wir mit dem jeweiligen Einsatzbereich abstimmen und oftmals auch unsere persönlichen Vorstellungen mit einbringen. In der Regel werden die Einsatzzeiten so geplant, dass wir dann da sind, wenn uns auch ein Ausbildungsbeauftragter als Ansprechpartner zur Verfügung steht.

Julius:
Ich fange meistens so früh wie möglich an. Wenn der Fachbereich zustimmt, jeden Morgen um 7.15 Uhr. Der Freitag wird über die Woche teilweise eingearbeitet, so dass zum Wochenende früher Feierabend ist. Was mir persönlich sehr gut gefällt.

Habt Ihr persönliche Ansprechpartner?


Julius:
In jedem Bereich gibt es einen speziellen Ansprechpartner, den verantwortlichen Ausbildungsbeauftragten. Alle anderen Mitarbeiter des Fachbereichs können wir aber genauso ansprechen bzw. fragen. Ich nutze das jedenfalls. Auch für unsere Belegarbeiten haben wir jeweils einen Betreuer, der uns während der Erstellung unterstützt.

Sarah:
Was ich gut finde, ist, dass die meisten unserer Ausbildungsbeauftragten und Betreuer ausgebildete bzw. geprüfte Ausbilder sind. Von einigen wird man fast schon mütterlich behütet, es wird einem zugesprochen und Mut gemacht sowie vieles für uns geklärt. 

Wie läuft die Zusammenarbeit mit Ausbildern und Kollegen?

Sarah: Zu Beginn der Ausbildung, z. B. in der Kick-Off-Woche, wurde uns immer wieder erzählt, wie schön alles bei den SWM ist. Damals habe ich für mich gedacht, dass das ja gar nicht stimmen kann, denn in welchem Unternehmen ist das so? Aber ich bin jetzt seit 2 Jahren bei den SWM und habe für mich festgestellt, dass es tatsächlich wahr ist. Alle haben ein offenes Ohr für den anderen und selbst wenn es mal untereinander Probleme gibt – wenn es drauf ankommt, weiß ich, dass die Leute für einen da sind und ich immer jemanden finde, den ich anrufen oder anschreiben kann und der mir dann hilft.

Julius: Dem kann ich nur zustimmen!

Gibt es für die Praxisphasen einen Dress Code zu beachten? Welche Art der Kleidung tragt Ihr während der Praxis-Einsätze?

Julius: Zu Beginn eines Einsatzes in einem neuen Fachbereich ziehe ich immer ein Hemd an, damit der erste Eindruck von mir positiv ausfällt. Zudem achte ich auf ein gepflegtes Äußeres. Das ist vor allem in Fachbereichen wichtig, in denen man mit Kunden oder der Geschäftsführung in Kontakt kommt. Aber es ist auch wichtig, dass ich mich in meiner Kleidung wohlfühle. Das muss aber kein Anzug sein. 

Warum habt Ihr Euch bei der SWM für das Duale Studium beworben?

Julius: Ich habe in der 9. Klasse einen Zukunftstag bei dem Beteiligungsunternehmen MHKW Rothensee absolviert und bin darüber auf die SWM aufmerksam geworden. Später habe ich mich speziell für das duale Studium interessiert, da hat sich die SWM als Praxispartner einfach angeboten. Es ist ein kommunal sehr engagiertes Unternehmen, das viel für die Stadt und deren Umgebung tut. Es war mir außerdem sehr wichtig, ein Unternehmen zu finden, das zukunftsorientiert arbeitet und mir einen sicheren Arbeitsplatz bietet. SWM ist in dieser Hinsicht als Arbeitgeber einfach perfekt.

Sarah:
Ich wollte unbedingt im Stendaler Raum bleiben und dort auch studieren. Deswegen habe ich nach einem passenden Praxispartner gesucht und bin schnell auf die SWM gestoßen. Das war dann auch das einzige Unternehmen, bei dem ich mich tatsächlich für ein duales Studium beworben habe. Weil es mich einfach von Anfang an angesprochen hat, z. B. durch die Internetseite und das allgemeine Auftreten. Ich habe außerdem für mich festgestellt, dass es besser ist, in einem großen Unternehmen zu arbeiten, das einen Namen hat, da sich dort besser um uns als Studierende gekümmert wird.

Julius (ergänzt):
Ich denke, der Vorteil an einem großen Unternehmen ist, dass wir während des Studiums viele verschiedene Einsatzbereiche durchlaufen können. Außerdem haben die SWM schon viele Erfahrungen mit dem dualen Studium gesammelt und sind daher ein starker Partner für uns.  

Was ist das Besondere an den SWM?


J
ulius: Ich weiß die flexible Arbeitszeit bei den SWM sehr zu schätzen und dass mein Arbeitsplatz sehr sicher ist.

Sarah:
Die SWM kümmern sich einfach und stehen voll und ganz hinter ihren Azubis oder dualen Studenten. Das kenne ich von keinem Unternehmen meiner Kommilitonen. Von denen bekomme ich daher immer wieder zu hören: „Ach ja, Du bist ja bei den SWM und da ist ja alles schön!“ Uns und den anderen Mitarbeitern werden hier so viele Möglichkeiten geboten, von Fort- und Weiterbildungen bis hin zu Bewerbertrainings für Mitarbeiterkinder. Da kann man schon stolz darauf sein, wenn man in so einem Unternehmen arbeitet!

Julius (ergänzt): Auch die Kick-Off-Woche zum Ausbildungsbeginn war etwas, das vielen Kommilitonen aus anderen Unternehmen nicht geboten wurde. Das war eine super Möglichkeit, um die anderen Azubis kennen zu lernen.

Gibt es im Unternehmen spezielle Veranstaltungen für Euch?

Julius: Nicht speziell für uns duale Studenten, sondern für den gesamten Kreis der Azubis und dualen Studenten. Hier gibt es ein breit gefächertes Angebot, wie die Seminare zum Thema „Azubi-fit“. Solche Veranstaltungen machen Spaß und sind mal was anderes, um sich weiterzubilden und sich zu informieren.

Sarah (ergänzt):
Mir gefallen auch die Veranstaltungen, die von der JAV (Jugend- und Auszubildendenvertretung) organisiert werden. So gehen wir ab und zu nach dem Feierabend zusammen Bowlen oder Essen. Es ist schön, bei dieser Gelegenheit dann mit den Azubis, die man sonst nicht mehr sieht, zusammenzutreffen und sich auszutauschen. Es wird bei den SWM darauf geachtet, dass wir die Möglichkeit haben, in Kontakt zu bleiben.

Julius (fällt noch etwas ein):
Dafür ist auch die jährliche Azubifahrt, eine Tagesreise mit allen Azubis und dualen Studenten, gut. 

Wie ist die Stimmung?

Julius: Unterstützen tun wir uns auf jeden Fall. Man hat nicht zu jedem den gleichen guten Kontakt, aber mit dem einen oder anderen Studierenden aus den älteren Semestern findet ein reger Austausch statt. Der wird schon in der Kick-Off-Woche gefördert, wo man die Studierenden kennen lernt, die ein Jahr zuvor mit dem Studium begonnen haben. Zudem sieht man sich regelmäßig an der Hochschule und im Zug. Dann schauen wir uns schon mal den Stoff aus den Vorlesungen gemeinsam an.

Sarah:
Das ist aus meiner Sicht sehr unterschiedlich. Einige schaffen es noch nicht mal, uns zu grüßen, wenn wir uns begegnen. Aber normalerweise sagt man sich schon „Hallo!“ und ich weiß auch, dass wir aufeinander zählen können. Wenn wir fragen haben, können wir die älteren Semester, auch die, die schon ausgelernt haben, auf jeden Fall fragen und uns Hinweise holen. Gerade am Anfang, für die erste Praxisarbeit, fand ich es sehr wichtig, mit jemandem darüber zu sprechen, wie das funktioniert.

Passt jeder Bewerber zu den Dualen Studenten bei den SWM?

Sarah: Ganz ganz groß geschrieben wird bei mir das Thema Ehrlichkeit. Das ist meiner Meinung nach das Wichtigste! Außerdem muss man offen, freundlich, hilfsbereit und engagiert sein. Dann ist man perfekt, um bei uns reinzupassen. Man muss Spaß mögen und gute Laune mitbringen.

Julius: Eine Erfahrung, die ich während einer meiner ersten Praxiseinsätze gemacht habe, beschreibt es ganz gut: Hier wurde zu mir gesagt: „Herr Müller, das war falsch, aber Sie waren ehrlich und das finde ich gut!“ Mir hat diese Reaktion auch gut gefallen. Ehrlichkeit spielt also eine große Rolle und natürlich sollte man teamfähig sein.

Reicht das Geld?

Julius: Warum sollte ich nicht zufrieden sein? Ich mache keine Ausbildung, sondern ein Studium. Und selbst wenn der eine oder andere Freund von mir derzeit in der Ausbildung etwas mehr verdient, so weiß ich doch, dass ich die Chance habe, mit meinem Abschluss später eine bessere Vergütung zu erzielen. Von daher bin ich momentan mit meiner Vergütung zufrieden. Es gibt also keinen Grund sich zu beschweren. Einen Nebenjob würde ich gar nicht schaffen. Da gehe ich lieber noch zum Sport und pflege meine Hobbys, das ist mir wichtiger.

Sarah: Was man außerdem beachten muss, ist, dass wir duale Studenten nur ein halbes Jahr im Unternehmen sind und trotzdem für das ganze Jahr Geld bekommen. Das ist eine super Sache. Das Geld reicht aus meiner Sicht völlig aus. Ich würde mir noch zusätzlich wünschen, dass die SWM uns hinsichtlich der Studienliteratur mit Büchergeld unterstützen oder die Fahrtkosten zwischen dem Wohnort und der Arbeitsstätte in Magdeburg für alle Azubis oder dualen Studenten übernehmen würden, die außerhalb von Magdeburg wohnen. Einen Nebenjob habe ich nicht, das ist auch nicht nötig. Denn ich kann mir von der Vergütung auch mal einen Urlaub gönnen oder Shoppen gehen.

Reicht der Urlaub?

Sarah: Die Schulferien vermisst man immer (lacht)! Aber mit den 30 Tagen, die wir an Urlaub haben - darüber können wir uns wirklich nicht beschweren. Das ist perfekt.

Julius (schmunzelt):
Wer die Schulferien nicht vermisst, der lügt aus meiner Sicht. Jetzt ist es nicht schlechter, aber anders. Man gewöhnt sich einfach daran.

Welche Zukunftspläne habt Ihr?

Sarah: Ich würde mich freuen, wenn meine Zukunft bei den SWM weitergeht. Wenn ich in einem Fachbereich eingesetzt werde, der mir gefällt, in dem ich mich wohl fühle und auch gut mit den Kollegen auskomme. Außerdem würde ich gern zurück nach Stendal ziehen und später Kinder bekommen. Ich hoffe, dass sich das dann mit meinem Job bei den SWM vereinbaren lässt, z. B. durch flexible Arbeitszeit. Ich würde den SWM nämlich gerne treu bleiben und hoffe, dass die SWM auch mir treu bleiben (schmunzelt).

Julius: Ich wünsche mir, auch nach dem Studium ein fester Teil der SWM zu bleiben. Außerdem möchte ich mich weiterhin weiterbilden und mich schulen. Die Möglichkeit ist aus meiner Sicht bei den SWM gegeben.

Habt Ihr Eure Entscheidung für das Duale Studium bei SWM jemals bereut?

Sarah: Meine Entscheidung für die SWM habe ich niemals bereut und werde sie auch niemals bereuen, da bin ich mir sicher. Die Entscheidung für das duale Studium habe ich schon manchmal bereut – gerade in stressigen Phasen. Da möchte ich am liebsten alles hinschmeißen, weil ich dann fix und fertig mit der Welt bin. Aber ich weiß, nach 3,5 Jahren ist es geschafft und dieses Ziel habe ich fest vor Augen. Denn dann habe ich wirklich etwas in der Hand und kann stolz auf mich sein.

Julius (ergänzt): Ich kenne das. Wenn ich mich mit Direktstudenten aus meinem Freundeskreis treffe, dann schreiben die drei Prüfungen innerhalb von drei Wochen. Davon können wir nur träumen (lacht). Aber ich habe es bis heute nicht bereut, bei den SWM angefangen zu haben. Weil es einfach immer etwas Neues gibt und es nicht langweilig wird. Und ich hoffe, die SWM sehen das auch genauso mir gegenüber (lacht schallend). 

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