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Wer, wie, was?




Wir haben unsere Azubis Max (19, 3. Ausbildungsjahr) und Alexander (23, inzwischen Jungfacharbeiter) zu ihrer Ausbildung zum Anlagenmechaniker bei SWM interviewt. Scroll Dich einfach durch ihre Antworten und Du bekommst einen spannenden Einblick in die Welt unserer Auszubildenden!

Du hast eine Frage, die so noch nicht beantwortet wurde? Dann stell sie einfach per E-Mail an karriere(at)sw-magdeburg.de und unsere Azubis antworten Dir! Wir freuen uns auf Deine Fragen!

Warum wollt ihr Anlagenmechaniker werden?

Max: Ich habe während der Schulzeit bei einer Firma im Bereich Sanitär-, Heizungs- und Klimaanlagen ein Praktikum gemacht und so den Beruf des Anlagenmechanikers kennengelernt. Auch in kaufmännische Berufe habe ich  geschnuppert, aber der Beruf des Anlagenmechanikers hat mir einfach am besten gefallen.

Alexander: Ich war damals auf der Ausbildungsmesse »Perspektiven«, auf der auch der Beruf des Anlagenmechanikers vorgestellt wurde. Dort wurde mir erzählt, dass, wenn man Anlagenmechaniker gelernt hat, man auch in der Lage ist, sein eigenes Haus zu bauen. Mein Vati und ich haben zum damaligen Zeitpunkt gerade unser Haus aufgebaut. Das hat mir viel Spaß gemacht und daher dachte ich: »Das passt ja, das wird mein Beruf!«

Was macht Euch am meisten Spaß?

Max: Vor allem, dass es sehr abwechslungsreich ist und ich die Möglichkeit habe, sowohl in der Werkstatt als auch draußen im Freien zu arbeiten. Der Anlagenmechaniker ist ein Beruf, in dem man anpacken muss, was mir sehr gefällt, da die popligen Arbeiten nichts für mich sind. Ich arbeite lieber mit einem 27er Maulschlüssel als mit einem 8er. Ich liebe Arbeiten, bei denen ich mich auspowern kann.

Alexander: An meinem Ausbildungsberuf macht mir am meisten Spaß, dass es keine monotone Arbeit ist. Wir haben jeden Tag etwas anderes zu tun. Auch der Kontakt zu unseren Kunden macht mir Spaß, zum Beispiel wenn Wasserzähler gewechselt werden und wir zuvor einen Termin mit dem Kunden vereinbaren müssen. Hierbei heißt es, immer freundlich zu sein. Denn der Kunde ist schließlich König. Was mir auch immer wieder positiv auffällt, ist, mit wie viel Freude die Kollegen in den Fachbereichen uns Azubis etwas beibringen. So macht mir Lernen wirklich Spaß.

Was nervt?

Alexander: Man muss sich darauf einstellen, dass man auch mal dreckig wird. Auch wetterscheu sollte man in unserem Beruf nicht sein.

Max: Außerdem muss man damit rechnen, dass manchmal auch schwere körperliche Arbeiten zu verrichten sind. Zum Beispiel sind die Armaturen, die im Rohrsystem vorhanden sind, oder die Rückschlagklappen recht schwer. Hier muss man sich richtig anstrengen. Im Bereich des Abwassers, vor allem im Kanalsystem, kann es außerdem ziemlich dreckig werden. Darauf sollte man sich vorher einstellen.

Was sollte man als Bewerber können?

Max: Sie oder er sollte auf jeden Fall handwerkliches Geschick und Interesse an technischen Dingen haben. Außerdem sollte der- oder diejenige teamfähig sein, selbstständig arbeiten können und auch wissen, was er/sie tut, weil die Arbeit an den Anlagen mitunter gefährlich ist.

Alexander: Für den Beruf des Anlagenmechanikers sollte man gutes technisches Verständnis mitbringen und handwerklich etwas drauf haben. Auch kontaktfreudig gegenüber anderen Menschen sollte man sein, da wir ja doch sehr viel mit Kunden zu tun haben.


In welchen Schulfächern sollte man gut sein?

Alexander: In Physik und Mathe sollte man schon gut sein. Hin und wieder spielt auch Chemie eine Rolle. Deutsch ist aus meiner Sicht wichtig, um sich gut ausdrücken zu können, Ethik für den Umgang mit seinen Mitmenschen und Sozialkunde, damit man seine Rechte und Pflichten als Azubi kennt.

Wem ratet Ihr von diesem Beruf eher ab?

Max: Jedem, der keine Lust hat zuzupacken oder keine Arbeiten erledigen will, die körperlich anstrengend sind. Auch allen Langschläfern, denn als Anlagenmechaniker muss man frühs rechtzeitig aus dem Bett kommen und fit sein.

Alexander:
Ich rate allen davon ab, Anlagenmechaniker zu werden, die nicht mit anpacken können, keinen Schmutz vertragen und kein Interesse daran haben, wie Maschinen und Anlagen funktionieren und wozu diese dienen. 

Wie lange dauert die Ausbildung?

Max: Die Ausbildung zum Anlagenmechaniker dauert 3,5 Jahre. In den ersten beiden Ausbildungsjahren verbringt man die meiste Zeit in der Lehrwerkstatt der SBH Südost GmbH, einem Kooperationspartner der SWM. Dort erlernt man die Grundlagen des Berufs, u. a. die Metallverarbeitung mit Sägen, Feilen und Bohren. Auch die Grundkenntnisse der Rohrsystemtechnik mit den verschiedenen Rohrarten, deren Verbindungsmöglichkeiten und der praktischen Seite, wie dem Biegen von Rohren, werden uns dort vermittelt. Im dritten und vierten Ausbildungsjahr durchlaufen wir dann die Fachbereiche der SWM, wie z. B. die Wärme- und Wasserversorgung sowie die Abwasserentsorgung. Dort lernen wir alle Anlagen und Rohrsysteme im laufenden Betrieb kennen, an denen wir in der SBH Südost im Kleinformat gelernt und geübt haben.

Alexander:
Nach 1,5 Jahren findet unsere erste Prüfung, die Abschlussprüfung Teil 1, statt. Diese geht mit 40 % in das Gesamtergebnis ein. Die Abschlussprüfung Teil 2 zählt zu 60 % und wird nach 3,5 Jahren absolviert.

Was macht ihr eigentlich?

Alexander: Das sind vor allem Instandsetzungen und Wartungsarbeiten an den technischen Anlagen. Aber auch die Pflege der Anlagen, denn auch der Grünschnitt muss regelmäßig erfolgen. Teilweise werden die Anlagen auch umgebaut, demontiert oder neu aufgebaut. Die Aufgaben sind sehr vielfältig.

Was lernt ihr?

Max: Zunächst natürlich die Grundlagen der Metallverarbeitung. Die müssen schließlich bei uns sitzen und aus dem »FF« abgerufen werden können. Auch gute Schweißerkenntnisse sind für einen Anlagenmechaniker wichtig, auch in der Rohrsystemtechnik, da hier z. B. Muffen einzuschweißen sind oder man alte Rohrarten miteinander verbinden möchte und dies manchmal nur noch über das Schweißen funktioniert. Zudem müssen wir uns mit allen Rohrarten sehr gut auskennen.


Alexander:
Wir bekommen außerdem das technische Verständnis für die verschiedenen Anlagen vermittelt, die wir bedienen und warten. Das ist notwendig, damit es für uns bei der Arbeit nicht gefährlich wird. Wir könnten uns z. B. verbrennen, wenn wir die Anlage an der falschen Stelle anfassen. Oder wir könnten das falsche Rohr anbohren und schnell mal im Regen stehen, weil das Rohr noch Wasser führt. Im Gasbereich ist es sogar noch ein bisschen gefährlicher, da man das Gas nicht sehen kann. Aber mit dem richtigen Verständnis für die Anlagen kann auch nichts schiefgehen.

Arbeitet ihr alleine oder im Team?

Alexander: Als Auszubildende sind wir immer mit einem Facharbeiter unterwegs. Wir bekommen dann Aufgaben zugeteilt, die wir selbstständig, aber unter Aufsicht, erledigen können. Es ist aber auch von Fachbereich zu Fachbereich unterschiedlich. Bei manchen Arbeiten muss man unbedingt zu zweit arbeiten, z. B. bei der Begehung von Schächten. Andere Aufgaben, wie die Speicherwartung im Bereich Wärme, können wir allein erledigen.

Habt ihr persönliche Ansprechpartner?

Max: Bei SWM ist immer jemand für uns Azubis da, egal ob das die Facharbeiter oder die zuständigen Meister oder  Vorarbeiter sind. Wir können überall hingehen, wenn wir eine Frage haben, ein Ansprechpartner ist immer da.

Alexander: Es gibt in jedem Fachbereich einen Ausbildungsbeauftragten, der uns alle Fragen bis ins kleinste Detail beantwortet.

Wie klappt die Zusammenarbeit?

Alexander: Ich wurde von den Kollegen, mit denen ich bisher unterwegs war, immer sehr gut einbezogen. Sie geben mir auch nicht das Gefühl, dass ich hier nur der »Stift« bin. Ich bekomme daher auch oft die »guten« Aufgaben übertragen und die Kollegen übernehmen stattdessen die weniger beliebten Arbeiten. Das hat mich am Anfang sehr erstaunt, da  meine Großeltern mir immer ihre Geschichten erzählt haben, in denen Lehrjahre noch keine Herrenjahre waren. Daher ist mir der Umgang mit den Azubis hier sehr positiv aufgefallen.

Wie kommt Ihr morgens zur Arbeit?

Max: Die SBH Südost ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut zu erreichen. Hier besteht eine sehr gute Bahn- oder Straßenbahnanbindung und dann ist es nur noch ein Fußweg von 5 Minuten.
  
Alexander:
Dem kann ich nur zustimmen. Ich fahre mit dem Auto zur Lehrwerkstatt. Leider sind da manchmal die Parkplätze rar, vor allem, wenn zusätzliche Veranstaltungen sind. Auf dem Betriebsgelände in der Theodor-Kozlowski-Straße gibt es dafür Parkplätze ohne Ende. Nur im City Carree und vor der Berufsschule ist es sehr schwierig einen freien Parkplatz zu finden, der nicht so sehr ins Geld geht.

Wie lang ist euer Arbeitstag?

Alexander: Ich bin meistens ab 06:45 Uhr an unserem Standort in der Theodor-Kozlowski-Straße. Der offizielle  Arbeitsbeginn ist dort um 07:00 Uhr und um 16:00 Uhr endet die Arbeit. Wenn man nicht ausgerechnet, wie ich, freitags Berufsschule hat, dann beginnt das Wochenende bereits um 12:15 Uhr (schmunzelt). Überstunden dürfen wir als Azubis grundsätzlich nicht machen. Es werden aber Ausnahmen gemacht, wenn es Störungen gibt und wir früher mit der Arbeit beginnen oder nachmittags länger auf einer Baustelle bleiben. In diesen Fällen dürfen wir früher gehen oder die längere Arbeitszeit am nächsten Tag »abbummeln«.

Max: Wir haben generell pünktlich um 16:00 Uhr Feierabend, es sei denn, es kommen Störungen oder Havarien, wie ein Rohrbruch oder eine Verstopfung, dazwischen, die natürlich Vorrang haben. Wir Azubis dürfen in diesen Fällen meistens trotzdem gehen, aber für die Zeit als Facharbeiter können wir uns darauf schon einmal einstellen.

Tragt ihr spezielle Berufskleidung?

Max: Ja, wir tragen während der Arbeit die sogenannte Arbeitsschutzbekleidung. Das fängt bei Schuhen mit Stahlkappen an, geht weiter über den »Blaumann« bis hin zu Gummistiefeln und weitere Regenausrüstung. All das bekommen wir vom Unternehmen gestellt.

Wie ist das mit der Berufsschule?

Alexander: Wir besuchen die Berufsbildende Schule »Otto von Guericke« am Krökentor hier in Magdeburg. Insgesamt haben wir 1,5 Schultage pro Woche, wobei sich der Unterricht so verteilt, dass wir ein Halbjahr einen Schultag pro Woche und das andere Halbjahr zwei Schultage pro Woche Unterricht haben. Auf dem Stundenplan stehen zum einen die ausbildungsspezifischen  Lernfelder, wie z. B. bei uns das Fach »Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik«. Ansonsten Sozialkunde, Ethik, Sport und Deutsch.

Welche Prüfungen gibt’s?

Alexander: Wir haben insgesamt 2 Prüfungen, die Abschlussprüfungen Teil 1 und Teil 2, die jeweils aus einer theoretischen und einer praktischen Prüfung bestehen. Die Abschlussprüfung Teil 1 findet bereits Mitte des zweiten Ausbildungsjahres statt. Die Abschlussprüfung Teil 2 erfolgt schließlich zum Ende der Ausbildung, d. h. nach 3,5 Jahren.  Zur praktischen Prüfung müssen wir jeweils ein kleines Anlagenteil bauen. Das war in unserer Abschlussprüfung Teil 1 z. B. ein kleiner Wärmetauscher. Dabei kommt es vor allem auf die filigrane Ausführung an und darauf, dass die Maße des Prüfungsstücks stimmen. In der Abschlussprüfung Teil 2 kommt bei der Erstellung des Prüfstücks dann noch ein höherer Schweißeranteil hinzu und es wird mit größeren Rohrdimensionen gearbeitet.

Wie seid ihr auf SWM gekommen?

Alexander: Ich war damals bei der Ausbildungsmesse »Perspektiven« auf dem Messegelände. Dort habe ich den Stand der SWM besucht und fand deren Angebote mit am attraktivsten. Ich wurde am Stand sofort von einem Azubi  angesprochen, der zu diesem Zeitpunkt auch Anlagenmechaniker gelernt hat, und das Gespräch hat mich davon überzeugt, dass ich mich für den Beruf bei SWM bewerben sollte.

Max:
Ich wurde über Kontakte im Bekanntenkreis auf das Unternehmen aufmerksam. Der Sohn einer Bekannten lernte bereits bei SWM. Außerdem kann keiner SWM übersehen, der mit offenen Augen durch Magdeburg läuft. Überall sieht man das Firmenlogo, ob an den Fahrzeugen oder an der Werbung des Unternehmens.

Was ist das Besondere an SWM?

Max: Die SWM sind ein modernes und innovatives Energiedienstleistungsunternehmen. Das Besondere für mich sind vor allem die vielen Veranstaltungen für die Azubis und das sich wirklich sehr intensiv um uns Azubis gekümmert wird.

Alexander: Ich kann das nur bestätigen. Ausbildung wird bei SWM groß geschrieben und es wird viel für uns getan. Ich fühle mich hier verstanden und echt wohl. Es ist fast wie eine große Familie.

Wie ist die Stimmung?

Max: Ich finde, es herrscht ein freundschaftliches Verhältnis unter den Azubis. Bei uns wird jedenfalls keiner gehänselt  oder alleine gelassen. Jeder wird mit »ins Boot geholt« und wenn mal einer Probleme hat, dann bekommt er sofort Hilfe von den anderen Azubis. Das ist wirklich top.

Reicht eigentlich das Geld?

Alexander: Im Vergleich zu anderen Unternehmen, die unseren Ausbildungsberuf anbieten, ist unsere Vergütung schon sehr zufriedenstellend. Das weiß ich aufgrund von Vergleichen in der Berufsschule. Klar, Geld kann man nie genug haben (lacht), aber für uns Azubis ist die Vergütung ausreichend – vor allem, wenn man noch zu Hause wohnt.

Reicht der Urlaub?

Alexander: Ich persönlich vermisse die Schulferien nicht, da ich diese terminlich nicht frei planen konnte. Das ist jetzt mit dem Urlaub möglich. In der Schule hatte ich außerdem eine 41-Stunden-Woche. Durch die 38-Stunden-Woche in der Ausbildung bin ich nun immer früher zu Hause.

Welche Zukunftspläne habt ihr?

Max: Ich möchte zunächst einen erfolgreichen Abschluss als Anlagenmechaniker erreichen. Nach der Ausbildung würde ich mich über eine unbefristete Übernahme sehr freuen. Außerdem kann ich mir eine Weiterqualifizierung als Ausbilder oder Meister sehr gut vorstellen.

Alexander: Ich wünsche mir, dass SWM auch nach dem Abschluss meiner Ausbildung mein Arbeitgeber bleibt. Mit  Unterstützung des Unternehmens könnte ich mir außerdem eine Fortbildung zum Meister oder Techniker oder sogar ein Studium vorstellen. Das wäre wirklich schön.

Zufrieden mit eurer Entscheidung?

Alexander: Die Entscheidung für SWM und meinen Ausbildungsberuf war eine der besten, die ich in meinem Leben bisher getroffen habe. Allein mein Wissensstand, den ich jetzt nach drei Ausbildungsjahren bereits habe, ist so enorm, dass ich nach der Ausbildung so viel machen kann. Jetzt verstehe ich, wie viele Dinge funktionieren, von denen ich früher gedacht habe, dass ich sie nie verstehen werde. Und ich könnte jetzt mein eigenes Haus bauen – mit den Kollegen aus der Elektrik (schmunzelt)!

Max: Manchmal gibt es in meinem Ausbildungsberuf schon Dinge, bei denen ich mich frage, ob das wirklich der richtige Beruf für mich ist. Zum Beispiel war das Themengebiet der Elektropneumatik nicht ganz so mein Fall. Aber das ist eigentlich der kleinste Teil des Berufs. Nachdem ich jetzt die Abschlussprüfung Teil 1 erfolgreich hinter mich gebracht habe, werde ich aber alles dafür geben, den Abschluss als Facharbeiter zu schaffen.

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