Häufig gestellte Fragen und Antworten: Biogas Woraus wird Biogas gewonnen? Biogas kann aus nahezu allen biomassehaltigen Rohstoffen produziert werden. Beispielsweise werden Energiepflanzen wie Mais, Raps, Sonnenblumen und Soja verwendet. Aber auch Nebenprodukte der Futtermittel ¿ und Biotreibstoffindustrie, wie Biomüll, Gülle und Mist können verwendet werden, um Biogas herzustellen. Wie wird Biogas hergestellt? Gülle, Biomüll und Energiepflanzen werden in der Vorgrube, dem Sammelbecken für Biomasse gelagert, um anschließend in einem speziellen Behälter unter Ausschluss von Licht und Sauerstoff abgebaut zu werden. Aus diesem Gärprozess entstehen Methan und Kohlendioxid, die Hauptbestandteile des Biogases. Das entstandene Biogas wird über der vergärenden Biomasse gespeichert.  Im Anschluss daran wird es in der Gasaufbereitungsanlage veredelt, um es dem Erdgas anzugleichen. Die vergorenen Reststoffe können als Dünger verwendet oder kompostiert werden. So reduziert sich der Anteil am Mineraldünger-Einsatz erheblich. Wofür wird Biogas verwendet? Die Anzahl der in Deutschland vorhandenen Biogasanlagen liegt schon jetzt über 6000. Am häufigsten erfolgt die Verbrennung von Biogas in Blockheizkraftwerken, um zusätzlich zur Wärme auch Elektrizität zur Einspeisung in das Stromnetz zu produzieren. Die entstandene Wärme beheizt den Fermenter, den Behälter, in dem Biomasse in Biogas umgewandelt wird oder wird in das Nahwärmenetz eingespeist. Wie schont Biogas das Klima? Nachwachsende Rohstoffe können dem Klimawandel entgegenwirken. Im Gegensatz zur Verbrennung fossiler Energieträger wie Braunkohle, Torf und Erdgas setzen Energieträger aus Biomasse bei ihrer Verbrennung immer nur die Menge an CO2  frei, die sie während des Wachstums der Atmosphäre entnommen haben. Dadurch sind Energieträger aus Biomasse weitgehend CO2 ¿ neutral. Der Aufwand für den Anbau, Transport und die Umwandlung der Biomasse muss allerdings noch hinzugerechnet werden, da dieser größtenteils noch aus fossilen Quellen gedeckt wird. In der Gesamtbilanz produzieren Bioenergieträger aber immer noch deutlich weniger CO2 als Öl, Kohle und Erdgas. Wie kommt das Biogas zum Kunden? Das Biogas wird nach der Veredelung direkt in das vorhandene Erdgasnetz eingespeist. Was ist der Unterschied zwischen Biogas und Erdgas? Aufbereitetes Biogas besitzt die gleichen chemisch-physikalischen Eigenschaften wie Erdgas und auch qualitativ ist nach der Veredelung von Biogas kein Unterschied mehr ersichtlich. Der Hauptbestandteil von Biogas und Erdgas  ist Methan.
Zu unterscheiden sind die beiden Gase vor allem in ihrer Herstellung. Grundsätzlich kann festgestellt werden, dass der Ersatz fossiler Energieträger wie Kohle, Erdöl und Erdgas durch Biogas eine positive Ökobilanz erbringt. Die Erzeugung von Biogas hat relativ geringe Emissionsbelastungen im Vergleich zum Abbau und Transport fossiler Energieträger. Im Gegensatz zu fossilen Ressourcen setzt Biomasse bei ihrer Verbrennung immer nur die Menge an CO2 frei, die sie während des Wachstums der Atmosphäre entnommen hat.
Wie effizient ist Biogas im Vergleich zum normalen Gas? Für den Endverbraucher ergibt sich kein Unterscheid. Der Brennwert von Biogas und konventionellem Erdgas ist der gleiche. Wie viel Strom und Wärme liefert eine Biogasanlage? Ein Haushalt benötigt ca. 3.000 kWh Strom und 20.000 kWh Wärme pro Jahr.
Eine 250 kW-Anlage kann somit ca. 500 Haushalte im Jahr mit Strom versorgen. Die jährliche Wärmemenge ist ausreichend für 100 Haushalte.
Führt der Anbau von Energiepflanzen zu einer kleineren Anbaufläche für Lebensmittel? Die gesamte deutsche Ackerfläche beträgt zwölf Millionen Hektar, davon werden auf 24000 Hektar Energiepflanzen abgebaut, wovon 80% für die Biokraftstoffproduktion und nur 20% für die Biogaserzeugung verwendet werden. Allerdings lohnt es sich nur dann Biomasse einzusetzen, wenn davon ein möglichst hoher Nutzen für das Klima zu erwarten ist. Die größte Kohlendioxideinsparung erfolgt durch die Produktion von Strom und Wärme und nicht durch die Produktion von Biokraftstoff. Der erste Schritt ist also eine Umverteilung der bereits angebauten Energiepflanzen.
Der zweite Schritt ist eine Ausweitung der Anbaufläche für Energiepflanzen. In Deutschland liegen viele Ackerflächen brach und die Biogasproduktion kurbelt nicht nur Wirtschaftskreisläufe an und unterstützt die regionale Wertschöpfung, sondern ist auch ein weiterer Schritt im Kampf gegen den Klimawandel und schafft schon jetzt rund 96.000 Arbeitsplätze. Im letzten Jahr wurden durch erneuerbare Energien mehr als 55 Tonnen Treibhausgase weniger freigesetzt.
Fördert das Biogas den Anbau von Mais–Monokulturen? Von einer Monokultur spricht man, wenn die Fruchtfolge lediglich aus einer Nutzpflanzenart besteht, beispielsweise Mais. Um dem entgegen zu wirken existieren landwirtschaftliche Bestimmungen, die einen Fruchtfolgewechsel sowie eine Düngeverordnung vorschreiben. Die Landwirtschaft wird durch die Nutzung von Biogas nicht grundlegend geändert, denn diese rechtlichen Bestimmungen und die notwendige Fruchtfolge verbieten den dauerhaften Anbau derselben Pflanzensorte.
Auch aus Betreiber- und Abnehmersicht wäre eine Eingrenzung durch den Anbau nur eines Rohstoffes nicht sinnvoll, denn Preissteigerungen und Verknappungen würden den wirtschaftlichen Betrieb einer Biogasanlage, in dieser Situation noch mehr gefährden.
Fördert Biogas die Verbreitung von Gen-Mais? Nein, denn eine genügend weite Fruchtfolge macht den Anbau von Gen-Mais unnötig. Ackerflächen sind in ausreichender Anzahl vorhanden und ein mit Gen-Mais bestelltes Feld verursacht unproportional hohe Kosten. Beispielsweise wäre eine Anbaugrenze von 150 Metern zu anderen Feldern zwingend erforderlich, denn in Deutschland dürfen laut Ministerium keine gentechnischen Veränderungen im gewöhnlichen Saatgut nachweisbar sein. Durch das Abblühen des Mais besteht aber die Gefahr, den gentechnisch veränderten Mais nicht mehr zur Abgrenzung von gewöhnlichem Mais kennzeichnen zu können, wie es jedoch in Deutschland vorgeschrieben ist. Die Verwendung von Spezialgeräten sowie eine getrennte Lagerung von Mais wären ebenso unumgänglich und kostensteigernd. Treibt das Erneuerbare-Energien-Gesetz die Strompreise in Deutschland in die Höhe? Das EEG soll dem Klimaschutz dienen und das langfristige Interesse an erneuerbaren Energien fördern. Dazu ist es notwenig, die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern wie Kohle, Kernkraft und Erdgas zu verringern. Die Regelungen des erneuerbare-Energien-Gesetzes beziehen sich ausschließlich auf die Stromversorgung. Das Ziel dieses Gesetzes ist es, eine nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung zu ermöglichen, fossile Energieressourcen zu schonen und die Weiterentwicklung zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien zu fördern.
15 bis 20 Jahre lang erhalten Anlagebetreiber eine festgelegte Vergütung für ihren erzeugten Strom. Die Vergütungssätze werden nach Technologien und Standorten unterschieden, sollen aber den wirtschaftlichen Betrieb der Anlagen ermöglichen.
Gefördert wird die Stromerzeugung aus Wasserkraft, Windenergie, Deponien und Biomasse. Die Netzbetreiber werden dazu verpflichtet, diesen Strom vorrangig abzunehmen und die gesetzlich festgelegte Vergütung zu zahlen. Die Differenz zwischen Vergütungssatz und Marktpreis leiten die Netzbetreiber bundesweit an die Übertragungsnetzbetreiber weiter. Diese teilen sich die Kosten gleichmäßig auf, so dass sich überall in Deutschland die gleiche Belastung ergibt. Die EEG-Umlage fließt nach Kalkulation und Abrechnung in den Verbraucherpreis mit ein. Dies ist der Grund, warum Verbraucher langfristig mit steigenden Strompreisen rechnen sollten.